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Sachsen ist ostdeutscher Spitzenreiter bei der Cebit
Dresden. Rund 100 sächsische Aussteller wollen auf der Cebit den Namen Sachsens in die große weite Computerwelt tragen. Kein anderes ostdeutsches Bundesland wird vom 18. bis zum 24. März ähnlich zahlreich in Hannover vertreten sein.
Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK) rangiert Sachsen damit noch vor einigen Bundesländern im Westen. Mit 767 Ausstellern markiert Nordrhein-Westfalen die Spitze, Sachsen-Anhalt dagegen schickt nur 19 Vertreter ins Rennen, die um die Gunst des Publikums buhlen. Dem Cebit-Trend entsprechend, liegt allerdings auch die Anzahl der sächsischen Aussteller unter der vom Vorjahr. Neun Firmen aus Sachsen präsentieren sich auf einem Gemeinschaftsstand der IHK in Halle vier.
Mit einer sprechenden Kaffeemaschine hatte das Dresdener Unternehmen Voice Interconnect GmbH schon auf der Cebit des vorigen Jahres Aufsehen erregt. Dieses Jahr soll endlich den Durchbruch für die kommerzielle Vermarktung bringen. Nach einem „katastrophalen Jahr 2003“, so die Geschäftsführerin Diane Hirschfeld, erwartet das Unternehmen mit seinen zehn Mitarbeitern jetzt erste nennenswerte Umsätze. Voice Interconnect entwickelt Chips und Software, die es möglich machen, alltägliche Haushaltsgeräte wie Videorekorder, Mikrowellen oder eben Kaffeemaschinen nur mit Sprachkommandos zu bedienen.
Auch andere sächsische IT-Dienstleister erwarten 2004 bessere Geschäfte. So rechnet die Delta Barth Unternehmensgruppe in Limbach-Oberfrohna mit mehr Aufträgen für ihre Software-Produkte. Das Programm „Fleetmaster“ soll helfen, Firmen-Fuhrparks besser zu organisieren. Dabei schielt das Unternehmen auch aufs Ausland. Der erste Kunde für die ungarische Übersetzung der Software ist bereits gefunden: das ungarische Innenministerium.
Während die IT-Unternehmen des Freistaats sich von der Cebit einen Schub erwarten, scheint die Lintec AG in Taucha ihr Interesse an der weltgrößten Computermesse verloren zu haben. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis lohnt nicht mehr, um mit einem eigenen Stand präsent zu sein, sagt Lintec-Sprecher Alexander Buchheim. „Der Endverbraucher ist für uns nicht mehr so interessant, wir wollen das Fachpublikum.“