Partnerkomponente
- Offene Komponenten mit standardisierten Schnittstellen
- Zentrale Pflege
- Dezentrale, vielfältige Einsatzmöglichkeiten
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Die Geschäftsprozesse sind entscheidend - Die Partnerkomponente als Beispiel für die Umsetzung einer serviceorientierten Architektur in Leasman
Seit einigen Jahren drehen sich Diskussionen über die IT-Unterstützung komplexer Unternehmensabläufe vorrangig um das Thema Serviceorientierte Architektur (SOA). Was das bedeutet und welche Vorteile sich daraus im Leasing- und Fuhrparkbereich mit deren eigenen, branchenspezifischen Anforderungen ergeben können, soll hier kurz zusammengefasst und am Beispiel des Geschäftsprozesses Partnerverwaltung in Leasman dargelegt werden.
Standardisierung und Wiederverwendbarkeit
Grundidee einer SOA ist eine an den eigenen Geschäftsprozessen ausgerichtete Infrastruktur, um rasch auf veränderte Anforderungen im Geschäftsumfeld reagieren zu können. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Konzeptes ist die sogenannte Wiederverwendbarkeit von Geschäftslogik. Das bedeutet, dass für jeden neuen oder abgewandelten Geschäftsprozess keine umfassenden Änderungen am Anwendungsprogramm mehr vorgenommen werden müssen. Vielmehr wird durch die Aneinanderreihung einzelner, in sich gekapselter Services deren maximale Wiederverwendbarkeit erreicht. Solche Services entsprechen einzelnen Geschäftsprozessschritten oder Teilen davon. Durch Standardisierung bei der Programmierung können verschiedene Geschäftsprozesse, die teilweise identische Prozessschritte beinhalten, auch die selben Services nutzen. Geringerer Aufwand, erhöhte Flexibilität und Schnelligkeit bei der Umsetzung und softwareseitigen Abbildung neuer oder geänderter Prozesse sind die Folge. Außerdem ermöglicht die Standardisierung eine einfache Zusammenführung einer Anwendung mit anderen Systemen.
SOA in Leasman
Leasman arbeitet schon immer in hohem Maße Geschäftsprozess-orientiert, also funktional sehr eng an den Besonderheiten der Leasing- und Fuhrparkverwaltung angelehnt. Daneben wurde und wird das Programm auch im Rahmen der technologischen Weiterentwicklung schrittweise in eine Serviceorientierte Architektur überführt. Das heißt, es werden alle Services im Geschäftsprozess softwareseitig als offene Komponenten mit standardisierten Schnittstellen abgebildet. Ein wichtiges Ziel ist dabei die Beherrschung der Komplexität. Deshalb werden komplexe Geschäftsfälle in kleine, überschaubare Komponenten zerlegt. In der Praxis wird Leasman als zentrale Anwendung zur Abwicklung des Leasinggeschäfts eingesetzt. Jedoch betreiben Leasingunternehmen oft noch weitere Systeme, wie Rating-, Händler- oder Buchhaltungssysteme, mit denen Informationen ausgetauscht werden müssen. Die bis dato häufigste Anforderung, bei der eine Wiederverwendung der Geschäftslogik wünschenswert ist, ist die Abbildung von Leasman-Funktionalität über einen Web-Browser. Verschiedene Services sind also in der Lage, mit unterschiedlichen Zusatzanwendungen zu kommunizieren.
Beispiel Partnerverwaltung
Die Partnerkomponente stellt einen der unabhängigsten Teile in Leasman und ein aktuelles Beispiel der technologischen Umsetzung des SOA-Konzeptes dar. Sie dient der Verwaltung von Informationen für verschiedene Partnertypen, z.B. Interessenten, Kunden, Bediener oder Banken. Da sie von sehr vielen Leasman-Modulen benutzt wird und es gegenwärtig über 20 unterschiedliche Partnerrollen gibt, muss ihre Schnittstelle eine Vielzahl von Anwendungsfällen abdecken (z.B. neue Partner anlegen, vorhandene Partner aktualisieren, einem Partner eine Adresse hinzufügen, einem Partner eine Bankverbindung hinzufügen...). Durch die Überführung der Partnerverwaltung in eine Komponente der Serviceorientierten Architektur kann diese nun auch von anderen Systemen genutzt werden. Für die Leasinganbieter hat dies u.a. den Vorteil, sämtliche Partnerinformationen wie Namen, Adressdaten, Bankverbindungen usw. nur noch an einer Stelle zentral zu pflegen und dennoch mit jedem eingesetzten System darauf zugreifen zu können. Der eigenständige Geschäftsprozess Partnerverwaltung ist damit auch technologisch unabhängig und von beliebigen Anwendungen nutzbar.
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